Jahresbericht 2025

Destination Management

St.Gallen-Bodensee Tourismus setzte 2025 verstärkt auf eine fokussierte und wirkungsorientierte Destinationsentwicklung. Im Zentrum standen die Positionierung als Kulturdestination, die Weiterentwicklung des Kongressstandorts St.Gallen sowie nachhaltige und digitale Angebote entlang der gesamten Customer Journey.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau des Kultur- und Wissenstourismus sowie der Entwicklung buchbarer touristischer Produkte. Gleichzeitig wurde der Wandel vom klassischen Promotionsmarketing hin zu einem stärker produkt- und vertriebsorientierten Ansatz weitergeführt, unterstützt durch digitale Instrumente und optimierte Buchungsprozesse auf unserem digitalen Marktplatz.

Parallel dazu wurden Aktivitäten stärker fokussiert, Prozesse verschlankt und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern intensiviert. Zentrale Projekte waren unter anderem die Weiterentwicklung der digitalen Gästeinformation, die Umsetzung der Sporteventstrategie, die Stärkung des Kongressstandorts sowie Initiativen im Bereich nachhaltiger Destinationsentwicklung wie «Swisstainable Destination».

Nachhaltigkeit

Im April 2025 wurde St.Gallen-Bodensee als 10. Schweizer Destination erfolgreich auf «Level l – committed» im Nachhaltigkeitsprogramm des Schweizer Tourismus eingestuft. Die im Zuge dessen gegründete, destinationsübergreifende Arbeitsgruppe fördert den Kompetenzaufbau bei den Leistungsträgern und erarbeitet laufend neue Nachhaltigkeitsmassnahmen. So leistet St.Gallen-Bodensee effektive und messbare Beiträge zu einer nachhaltigen Tourismusentwicklung.

Flächendeckender Einzug der Airbnb Gästetaxen

Per 14. Juli 2025 wurde im Kanton St.Gallen ein digitales System zur automatisierten Erhebung der Gästetaxen über Airbnb eingeführt. St.Gallen-Bodensee Tourismus übernahm die Projektleitung und koordinierte die Zusammenarbeit mit Gemeinden, DMOs und dem Amt für Wirtschaft und Arbeit. In diesem Halbjahr 2025 konnten für alle St.Galler Destinationen 49’533 Logiernächte erfasst und Gästetaxenerträge von rund CHF 129’000 generiert werden. Der Anteil für SGBT lag bei 19'401 Logiernächten und CHF 42'500 Ertrag. Die automatisierte Abrechnung reduziert den administrativen Aufwand erheblich und stärkt gleichzeitig die Finanzierung touristischer Infrastruktur und Angebote.

Entwicklung der Teilregionen Wil, Rorschach und Rheintal

2025 wurde die touristische Entwicklung der Teilregionen Wil, Rorschach und Rheintal näher beleuchtet. Im Fokus standen dabei die Potenziale, die strukturellen Herausforderungen sowie die künftigen Organisations- und Finanzierungsmodelle. Die Arbeiten dienen als Grundlage für weiterführende Entwicklungsprojekte. Das NRP-Projekt «Tourismus-Hub Wil» wurde im August 2025 gestartet und dient als Modell und Orientierung für die Weiterentwicklung der beiden anderen Teilregionen. Hier sind die Projektanträge beim Tourismusrat St.Gallen für 2026 geplant.

Das Projekt «Tourismus-Hub Wil» schafft die organisatorischen Grundlagen für eine koordinierte Tourismusentwicklung in der Region Wil. Im Zentrum steht der Aufbau einer Struktur, welche die Zusammenarbeit der beteiligten Destinationen sowie der regionalen Leistungsträger stärkt und touristische Angebote gezielt weiterentwickelt. Das Konzept wird gemeinsam von St.Gallen-Bodensee Tourismus, Thurgau Tourismus und weiteren Partnern erarbeitet und umgesetzt.

Projektziele:

  • Aufbau eines Tourismus-Hubs für eine koordinierte Gästeinformation und Angebotsentwicklung
  • Vernetzung der touristischen Leistungsträger in der Region
  • Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer, überregionaler Angebote
  • Sicherstellung einer nachhaltigen organisatorischen und finanziellen Struktur
  • Steigerung der touristischen Attraktivität und Wertschöpfung der Region Wil

Das entwickelte Modell soll zudem als übertragbares Konzept für die Teilregionen Rorschach/Bodensee und Rheintal dienen.

Systematisierung der Partnerbefragungen

2025 wurden die Partnerbefragungen bei St.Gallen-Bodensee Tourismus systematisiert. Die erste Umfrage zu Kooperationsmöglichkeiten ergab einen Net Promoter Score (NPS) von 7. Der NPS misst die Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft auf einer Skala von 0–10: Je höher der Wert, desto stärker die Loyalität der Partner. Die offenen Rückmeldungen wurden ausgewertet und in einen Massnahmenplan überführt. Eine erneute Befragung in einem Jahr soll zeigen, ob sich der Wert in Richtung Ziel >8 verbessert.

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